„Espiral“: Der neue temporäre Raum von L35 Architects und Arkoslight

17.03.2026

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Inspiriert vom Goldenen Schnitt und der Fibonacci-Spirale — Geometrien, die in zahlreichen Wachstumsprozessen der Natur vorkommen —, verwandelt das Werk den Raum in eine sensorische Erfahrung. Licht wird hier als eine Präsenz wahrgenommen, die das Ambiente strukturiert, obwohl seine Quelle verborgen bleibt.

Die Installation wird durch hängende Fäden realisiert, die die Kurve der Spirale in die Luft zeichnen. Diese subtile Geste erzeugt eine fast unmerkliche Choreografie, die mathematische Strenge mit einer poetischen Dimension verbindet. Während der Blick weiterwandert, löst ein Hintergrund aus Aluminiumpaneelen die Grenzen des Raumes auf, vervielfacht die Reflexionen und projiziert die Installation in eine visuelle Unendlichkeit, in der Form und Licht kein Ende zu haben scheinen.

Die Leuchten mit der „The Invisible Black“-Technologie von Arkoslight integrieren sich so in den Raum, dass sie für das Auge unsichtbar werden und das Licht lautlos und präzise hervortreten lassen. Das Ergebnis ist eine sanfte Beleuchtung, die das Erlebnis des Besuchers begleitet und ihn dazu einlädt, innezuhalten, zu beobachten und das Licht als Materie zu bewohnen.

Ein dialog zwischen natur und technologie

Das Projekt entstand aus einer Reflexion über den Ursprung oder die Quelle, die sowohl in der Natur als auch in der Technologie nicht immer sichtbar ist. In der natürlichen Welt manifestiert sich diese Ordnung durch Muster wie den Goldenen Schnitt — ein harmonisches Wachstumssystem, das sich von Galaxien bis hin zu Meeresschnecken wiederholt.

Dieser Analogie folgend, entwarf L35 Architects ein skulpturales Stück in Form einer Spirale, das diese universelle Proportion materialisiert. Darin ist das Licht deutlich wahrnehmbar, sein Ursprung bleibt jedoch verborgen, was die Parallele zwischen natürlichen Prozessen und der „The Invisible Black“-Technologie verstärkt. Die Installation schafft so einen Raum, in dem Vernunft und Emotion im Gleichgewicht koexistieren und den Besucher einladen, die Struktur nicht nur rational zu verstehen, sondern sie zu fühlen.

Der Entstehungsprozess

Zur Entwicklung des Projekts organisierten Arkoslight und L35 Architects einen internen und anonymen Wettbewerb an drei Standorten der Firma (Madrid, Barcelona und Paris). „Espiral“ ging als Siegerentwurf hervor, vorgeschlagen von Estefanía Davel, Senior-Architektin des Teams in Madrid. Die Idee überzeugte einstimmig eine Jury, die sich aus Mitgliedern beider Unternehmen zusammensetzte.

Die Präsentation des Raumes bot die Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen dem Architekturbüro und der Marke zu feiern und die Rolle des Architekten bei der Konzeption der Beleuchtung hervorzuheben.